vierteilige Qualifizierungsreihe für den Umgang mit den neuen Handicapformen („Junge Wilde“, Bindungsstörungen, Anpassungsstörungen, massive Reifeverzögerungen …)

Das Anforderungsprofil für die Betreuung behinderter Menschen wandelt sich bereits seit einigen Jahren deutlich. 

Dies liegt nicht nur an einer veränderten Einstellung der Öffentlichkeit gegenüber dem Behinderungsbegriff oder einer geänderten sozialpolitischen Herangehensweise.

Vielmehr sind es die Behinderungsbilder selbst, die sich gewandelt haben.

War die Behinderung in der Vergangenheit recht eindeutig als Folge eines Gendefektes, eines Gehirnschadens oder in Folge einer chronischen psychischen Erkrankung zu beschreiben, so finden wir heute zusätzlich massive Störungen im emotionalen Bereich und im Sozialverhalten, deren Entstehung weder organisch ist noch auf spezifische Auslöser bezogen werden kann. Nicht von ungefähr ist der Begriff „Junge Wilde“ zu einem geflügelten Wort geworden.

Es steigt mithin vor allem die Zahl der stark verhaltensauffälligen Menschen, deren Handicap nicht allein mentaler, sondern vor allem sozialer Art ist.

Hierbei zeigen sich die gesteigerten Probleme und Einschränkungen nicht erst mit dem Erwachsenwerden, sondern zumeist schon sehr früh im Kindes- und Jugendalter, so dass auch speziell der Bedarf an Hilfen – ambulanter wie stationärer Art – für immer jüngere und immer verhaltensauffälligere Kinder mit Handicap steigt.

Der Umstand, dass es in vielen Fällen unzureichende äußere Lebensbedingungen der Betreffenden sind, die sich nachhaltig auf deren Entwicklungsverläufe und Persönlichkeitsentwicklung ausgewirkt haben, bedingt, dass Mitarbeiter*innen von Diensten und Einrichtungen sich neben der konkreten Arbeit mit den behinderten Menschen auch mit deren Ursprungssystemen – den Familien und Angehörigen – beschäftigen müssen.

Auf diesem Weg wird Angehörigenarbeit/ Familienarbeit zum zentralen Arbeitspunkt in der Eingliederungshilfe, über den sich neue Zielstellungen in der Betreuung ableiten lassen, Blockaden im Betreuungsverlauf aufgelöst und stattdessen kooperative Kontaktformen etabliert werden können.

Mitarbeiter*innen benötigen für all dies ein spezielles Know-How und ein auf diese neuen Aufgabenstellungen hin zentriertes „Handwerkszeug“, das eine Weiterführung und Ergänzung bestehender pädagogischer, pflegerischer und psychosozialer Grundausbildungen darstellt.

Auf diesem Hintergrund bieten wir für die betreuenden und begleitenden Aufgaben der Mitarbeiter*innen von Diensten und Einrichtungen eine modular aufgebaute Weiterbildungsreihe an, die als Kompaktqualifizierung in konzentrierter Form auf die Arbeit mit den neuen Klientengruppen der Eingliederungshilfe (wie auch der Jugendhilfe) vorbereitet.

Ausführliche Beschreibung

Einzelseminare der Weiterbildung

Seminar
Einzelseminar – Borderline & Co – Störungen der Persönlichkeit – Hilfen für das schwierige Selbst: stützende und förderliche Interventionen
69.21 KB Download
Einzelseminar – Das sozial-emotionale Handicap („Junge Wilde & Co“): Ursachen – Erscheinungsformen – Betreuungsbedarf
68.67 KB Download
Einzelseminar – Elternarbeit in der Betreuung von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit einer sozial-emotionaler Beeinträchtigung: Blockaden vermeiden – familiäre Potentiale nutzen – Entwicklung fördern
80.08 KB Download
Einzelseminar – Wie Stressregulation bei „Jungen Wilden“ gelingt: Basal wirksame und stressreduzierende Verfahren in der Betreuung von Menschen mit sozial-emotionalem Handicap
84.78 KB Download

    Termine

    Oktober 2019

    Dezember 2019

    Dez
    2
    Mo
    2019
    Borderline & Co – Störungen der Persönlichkeit – Hilfen für das schwierige Selbst: stützende und förderliche Interventionen Anke Wagner Winfried Klaes
    Dez 2 – Dez 3 ganztägig

    Seminarleitung: Winfried Klaes und Anke Wagner

    Weitere Informationen:

    Unverbindliche Anfrage


    * (Pflichtfeld)

    Januar 2020

    Jan
    16
    Do
    2020
    Wie Stressregulation bei „Jungen Wilden“ gelingt: Basal wirksame und stressreduzierende Verfahren in der Betreuung von Menschen mit sozial-emotionalem Handicap Anke Wagner Winfried Klaes
    Jan 16 – Jan 17 ganztägig

    Seminarleitung: Anke Wagner und Winfried Klaes

    Weitere Informationen:

    Unverbindliche Anfrage


    * (Pflichtfeld)

    Unverbindliche Anfrage


    * (Pflichtfeld)